Informationen des Abwasserzweckverbands Erdinger Moos zur Dichtigkeitsprüfung der Kanäle auf Privatgrundstücken

 

Warum muss auch das private Kanalnetz dicht sein?

  1. Undichte Abwasserableitungen können den Boden und das Grundwasser verunreinigen.
  2. Bei defekten Rohren unterhalb des Grundwasserspiegels fließt sauberes Grundwasser in die Abwasserleitungen. Es besteht die Gefahr der Überlastung der öffentlichen Kanalisation. Grundwasser, das in die Kläranlage gelangt muss dann unnötigerweise aufwändig gereinigt werden. Das ist teuer und verursacht steigende Abwassergebühren.
  3. Schadhafte Stellen lassen Wurzeln, Kies und Erdreich eindringen. Dies führt oft dazu, dass die Leitungen verstopfen. Wird Erde zusammen mit Grundwasser in undichte Leitungen gespült, besteht die Gefahr der Bildung großer Hohlräume, die zu Geländeeinbrüchen führen.

 

Wann und wie muss geprüft werden?

Unsere Entwässerungssatzung sieht folgende Prüfpflichten vor

  • Bei erstmaliger Inbetriebnahme bzw. Änderung der Grundstücksentwässerung hat eine Sicht- und Dichtigkeitsprüfung (gemäß DIN 1610, Kamerabefahrung und Drückprüfung) zu erfolgen.
  • Alle 20 Jahre danach ist eine Sichtprüfung mit Kamerabefahrung notwendig.
  • Alle vor dem 01.04.2014 vorhandenen Grundstücksentwässerungsanlagen, die die vorangegangenen 15 Jahre nicht geprüft wurden, müssen bis 31.03.2019 durch Sichtprüfung mit Kamerabefahrung auf Mängelfreiheit überprüft werden.

 

Dafür ist alleine der Grundstückseigentümer verantwortlich!

Die Prüfung darf nur ein fachlich geeigneter Unternehmer durchführen.

In § 3 Nr. 13 der Entwässerungssatzung wird definiert, welche Voraussetzungen ein solcher Unternehmer erfüllen muss.

Die von ihm ausgestellte Bestätigung (siehe Anlage) ist dem Abwasserzweckverband vorzulegen.

 


Welcher Teil des privaten Entwässerungssystems muss vom Grundstückseigentümer geprüft werden?


Grundsätzlich alle erdverlegten Kanäle auf dem privaten Grundstück, von denen Schmutz- oder Regenwasser in einen Schmutz- oder Mischwasser-Kanal gelangt.
Regenwasserleitungen, die in Regenwasserkanäle entwässern, müssen nicht geprüft werden.


Ausnahme:

Die öffentliche Einrichtung erstreckt sich bis in das Privatgrundstück hinein. Dies ist dann der Fall, wenn ein nach bestimmten Voraussetzungen der Entwässerungssatzung errichteter Kontrollschacht vorhanden ist.

§ 1 Absatz 3 unserer Entwässerungssatzung regelt, welche Anforderungen erfüllt sein müssen, damit der AZV seine Zuständigkeit bis einschließlich zum Kontrollschacht ausweitet.

Zur Feststellung, ob eine solche Ausnahme vorliegt, wenden Sie sich bitte im Einzelfall an uns. Per E-Mail (info@azv-em.de) oder Telefon (08122/498-0).

Weitere Informationen und das Bestätigungsformblatt sind im Internet unter www.azv-em.de erhältlich.

 

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